Echte Innovationen beim Pipettieren – gibt es das?

  01.04.2026Kategorie Anzeige, Wissen & How-To

Mechanische Pipetten gehören zu den wichtigsten Werkzeugen für das Liquid Handling im Labor – bei Routinearbeiten genauso wie bei individuellen Analysen. Und genau deshalb lohnt sich die Frage: Kann ein so „ausgereiftes“ Produkt überhaupt noch spürbar besser werden? BRAND sagt ja. Denn im Laboralltag steigen die Anforderungen: mehr Proben, engere Taktung, mehr Dokumentation. Was dabei oft unterschätzt wird: die Summe aus hunderten Wiederholungen von Arbeitsgängen am Tag. Innovation heißt dann nicht „alles neu“, sondern einfacher, effizienter und ergonomischer arbeiten – ohne Abstriche bei der Genauigkeit.

Mit der Transferpette® pro ergänzt BRAND die bewährte Transferpette® S um zwei Weiterentwicklungen, die genau auf diese Praxis zielen: bessere Ergonomie und eine schnelle Anpassung an anspruchsvolle Pipettierbedingungen.

Ganz oben bei den Nutzerinnen und Nutzern steht die Ergonomie. Wer täglich pipettiert, kennt die eigenen Vorlieben: Wie arbeitet man möglichst effizient und zugleich bequem? Wo liegt der Fingerbügel auf? Wie groß ist der Abstand zwischen Daumen und Abwerferknopf – oder anders gefragt: Wie hält man die Pipette so, dass die Spitze nicht versehentlich abgeworfen werden kann? Tatsächlich gibt es nicht die eine richtige Griffposition. Anwenderinnen und Anwender halten Pipetten je nach Handgröße, Arbeitsweise und persönlicher Routine sehr unterschiedlich.

Genau hier setzt die Transferpette® pro an: mit einem drehbaren Fingerbügel. Damit lässt sich die Pipette so ausrichten, dass sie in der jeweils bevorzugten Haltung stabil und angenehm in der Hand liegt. Der Fingerbügel kann in neuen Positionen eingestellt und sicher arretiert werden. Im Alltag bringt das einen entscheidenden Vorteil: hoher Komfort beugt Ermüdung vor und sorgt damit für hohe Präzision, auch bei langen Pipettier-Serien.

Genaues Arbeiten ist im Labor selbstverständlich. Für das Pipettieren unter Standardbedingungen (Wasser, 20 °C) ist das in der ISO 8655 klar geregelt und Pipetten werden werkseitig auf diese Bedingungen justiert. In der Praxis begegnet man jedoch regelmäßig Situationen, die sich von den Normbedingungen unterscheiden:  Flüssigkeiten mit abweichender Dichte, hoher Viskosität oder hohem Dampfdruck, Temperaturunterschiede zwischen Probe und Umgebung oder auch die Verwendung spezieller Pipettenspitzen. All diese Bedingungen können die Volumengenauigkeit beeinträchtigen. Genau das sind die Momente, in denen man sich wünscht, Abweichungen schnell und unkompliziert kompensieren zu können – ohne gleich eine dauerhafte Justage anzustoßen.

Dafür bietet die Transferpette® pro ein temporäres User Adjustment. Die Idee: Anwenderinnen und Anwender können die Pipette kurzfristig an wechselnde Bedingungen anpassen, wenn diese vom Werkszustand (Easy Calibration Justierung) abweichen. Wichtig für den Alltag: Die Rückstellung auf den Werkszustand ist jederzeit schnell und sicher möglich. Das macht das Feature besonders interessant für Labore, in denen die Bedingungen häufig wechseln und schnelle, pragmatische Lösungen gefragt sind.

Ein Praxisbeispiel: Flüssigkeiten mit abweichender Dichte. Was ist hier zu beachten? Pipetten sind werkseitig auf destilliertes Wasser justiert. Weicht die Dichte einer Flüssigkeit davon ab, beeinflusst das das Luftpolster – und damit das tatsächlich aufgenommene Volumen. Mit dem temporären User Adjustment auf der Rückseite der Transferpette® pro lässt sich dieser Effekt ausgleichen, ohne die Kalibrierung dauerhaft zu verändern.

Die passende User Adjustment-Einstellung wird wie folgt ermittelt: Zuerst wird durch Wägungen ermittelt, wie genau die Pipette unter den jeweiligen Bedingungen pipettiert (siehe SOP). Über unser Online-Kalkulationstool kann das IST-Volumen, die Volumenabweichung und die passende User-Adjustment-Einstellung zur Kompensation berechnet werden: https://www.brand.de/uad. Für alle, die es genau wissen wollen, enthält die Gebrauchsanleitung eine Anleitung zur manuellen Berechnung sowie eine Referenztabelle zu den Einstellungen und dem entsprechenden Volumenausgleich. Nach dem Pipettieren kann die Pipette in wenigen Sekunden wieder auf den Werkszustand zurückgesetzt werden.

Fazit

Mit verstellbarem Fingerbügel und temporärem User Adjustment zeigt BRAND, dass auch bei etablierten Laborwerkzeugen noch echte Verbesserungen möglich sind. Nicht als „Gimmick“, sondern als spürbare Erleichterung im Alltag: ergonomischer arbeiten, schneller auf wechselnde Bedingungen reagieren und dabei die Genauigkeit im Griff behalten.

 

Weitere Informationen

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von BRAND!

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