Messtechnik: Klärschlamm präzise und effizient analysieren

  11.06.2026Kategorie Wissen & How-To

Wie hoch ist der Feststoffgehalt im Klärschlamm? Welche Mikroorganismen prägen den Belebtschlamm? Kann dieser ohne weitere Behandlung genutzt werden? Eine Klärschlammanalyse liefert die entscheidenden Grundlagen, um die Leistungsfähigkeit von Klärprozessen zu beurteilen und den Schlamm anschließend gezielt weiterzuverarbeiten. Dabei werden unter anderem der Feuchtigkeitsgehalt, die mikrobiologischen Eigenschaften und weitere relevante Kennwerte erfasst. Voraussetzung hierfür ist eine präzise und verlässliche Messtechnik, die schnelle und aussagekräftige Ergebnisse liefert.

Feuchtebestimmer: Feststoffgehalt exakt ermitteln

Ein zentrales Element der Klärschlammanalyse ist die Bestimmung des Feuchtigkeitsgehalts. Mit dem Halogen-Feuchtebestimmer KERN DBS 60-3 können Kläranlagen den Feststoffgehalt im Abwasser schnell und präzise messen. Das Gerät arbeitet nach dem thermogravimetrischen Prinzip: Eine Probe wird gewogen, getrocknet und der Gewichtsverlust als Feuchtegehalt erfasst. Dies ermöglicht hochpräzise Messungen mit einer Genauigkeit von bis zu +/- 0,01 Prozent.

Reproduzierbare Ergebnisse werden durch speicherbare Trocknungsprogramme garantiert. So trägt der Feuchtebestimmer zur Prozessoptimierung bei und bietet zudem eine einfache Möglichkeit, die Ergebnisse zu dokumentieren.

Phasenkontrastmikroskop: Mikroorganismen im Fokus

Zur Untersuchung der im Belebtschlamm enthaltenen Mikroorganismen eignet sich ein Phasenkontrastmikroskop wie das KERN OBN 159. Diese Organismen spielen eine zentrale Rolle beim biologischen Abbau von Schadstoffen. Mithilfe der Phasenkontrasttechnik werden selbst feine Strukturen sichtbar, die im klassischen Hellfeld kaum erkennbar sind.

In der Praxis dient das Mikroskop dazu, Zusammensetzung und Aktivität der Mikroorganismen zu analysieren. Die mikroskopischen Befunde können Hinweise auf Prozesszustand, Schlammqualität, Flockenstruktur, Fadenbakterien, Protozoenbesatz und mögliche Störungen, beispielsweise in der Sauerstoffversorgung geben. Auf dieser Basis können gezielte Maßnahmen, etwa die Anpassung der Belüftung, abgeleitet werden. Die präzise Einstellbarkeit und die ergonomische Konstruktion des KERN OBN 159 unterstützen eine effiziente und komfortable Anwendung im Laboralltag.

Mikroskopkamera: Ergebnisse dokumentieren und auswerten

Mit der Mikroskopkamera KERN ODC 251 lassen sich mikroskopische Analysen einfach digital erfassen und auswerten. Die Kombination aus 8-Megapixel-Kamera und Android-Tablet ermöglicht eine direkte Darstellung der Probe auf dem Bildschirm. Für Betreiber von Kläranlagen bietet dies den Vorteil, dass Untersuchungen in Echtzeit verfolgt sowie Bild- und Videoaufnahmen unkompliziert erstellt werden können. Dies beschleunigt den Analyseprozess und erhöht die Transparenz der Ergebnisse.

Darüber hinaus unterstützt die ODC 251 grundlegende Messfunktionen, darunter Strecken-, Flächen- und Winkelmessungen. In Verbindung mit dem passenden C-Mount-Adapter KERN OBB-A1515 lässt sich die Kamera problemlos an das Phasenkontrastmikroskop KERN OBN 159 anbinden. So erweitert die Kamera das Gesamtsystem funktional und unterstützt eine umfassende, präzise Klärschlammanalyse.

Weitere Informationen

Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von KERN & SOHN GmbH

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