Nachhaltig zentrifugieren. Mehr aus Ihrem Workflow machen
Zentrifugen laufen in vielen Laboren täglich. Relevante Verbräuche entstehen dabei oft durch zusätzliche Läufe, lange Vorkühlzeiten, unnötige Leerlaufphasen oder eine Kapazität, die nicht zum tatsächlichen Probenaufkommen passt. Drei typische Situationen zeigen, worauf es bei der Auswahl ankommt.
Herausforderungen bei der Zentrifugation
Wo gehen im Laboralltag Ressourcen verloren? Drei typische Situationen zeigen, wie sich durch die passende Auswahl einer Zentrifuge Ressourcen schonen und Abläufe effizienter gestalten lassen.
Die Kapazität passt nicht zum Probenaufkommen
Herausforderung:
Nicht alle Proben passen in einen Lauf. Unterschiedliche Gefäßformate, wechselnde Anwendungen oder ein hohes Probenaufkommen können den Einsatz weiterer Rotoren oder sogar einen Gerätewechsel erforderlich machen.
Auswirkung:
Die Proben müssen auf mehrere Durchgänge verteilt werden. Das verlängert die Bearbeitungszeit und kann weitere Vorkühl- oder Betriebsphasen auslösen.
Lösungsansatz:
Eine auf den Workflow abgestimmte Kapazität sowie flexible Rotor- und Adapterkonzepte können zusätzliche Durchgänge und Gerätewechsel reduzieren. Entscheidend ist daher nicht die größtmögliche, sondern die tatsächlich benötigte Kapazität.
Die Vorkühlung und der Kühlbetrieb passen nicht zum Arbeitsablauf
Herausforderung:
Die Zentrifuge wird lange vor dem ersten Lauf vorgekühlt oder bleibt zwischen zwei Anwendungen unnötig lange im Kühlbetrieb. Das ist besonders bei vielen kurzen, gekühlten Läufen und längeren Pausen relevant.
Auswirkung:
Energie wird auch dann verbraucht, wenn noch keine Probe verarbeitet wird oder das Gerät bereits nicht mehr benötigt wird. Lange Vorkühlzeiten können zudem den Arbeitsablauf verzögern und dazu führen, dass Geräte vorsorglich früher eingeschaltet oder länger betrieben werden.
Lösungsansatz:
ECO-Abschaltungen, bedarfsgerechte Stand-by-Funktionen und effizientes Vorkühlen können den Betrieb besser an den tatsächlichen Laboralltag anpassen. Auch das eingesetzte Kältemittel ist ein relevanter Faktor: Natürliche Kältemittel wie Propan oder CO2 können gegenüber vielen fluorierten Kältemitteln ein geringeres Treibhauspotenzial aufweisen. CO2-basierte Kühlsysteme werden beispielsweise mit einem GWP von 1 und einem ODP von 0 angegeben.
Für die Gesamtbewertung zählen darüber hinaus Energieverbrauch, Betriebsweise, Lebensdauer, Wartung und Entsorgung. Das ACT-Label von My Green Lab bietet hier eine zusätzliche Orientierung, da es verschiedene Umweltfaktoren eines Laborprodukts in einem Environmental Impact Factor Score zusammenfasst
Der Überblick über Nutzung und Wartung fehlt
Herausforderung:
Anwendungen wechseln, mehrere Personen nutzen dasselbe Gerät, Rotoren werden regelmäßig ausgetauscht und Wartungszustände müssen im Blick behalten werden. Fehlen dabei klare Informationen und verlässliche Betriebsdaten, steigt das Risiko für Bedienfehler.
Auswirkung:
Fehlbedienungen, ungeplante Wartungen oder Geräteausfälle können Wiederholungen und Verzögerungen verursachen. Dadurch werden weitere Proben, Verbrauchsmaterialien, Arbeitszeit und Energie benötigt. In gemeinsam genutzten oder regulierten Laboren müssen Betriebs- und Wartungsdaten zudem dokumentiert werden und nachvollziehbar bleiben.
Lösungsansatz:
Automatische Rotorerkennung, klare Bedienoberflächen und verlässliche Betriebsdaten können helfen, Fehlbedienungen zu vermeiden und Abläufe sicherer zu machen. Rotor-Lifetime-Management sowie abgestimmte Wartungs- und Servicekonzepte unterstützen einen planbaren Betrieb über die gesamte Nutzungsdauer.
Weitere Informationen dazu, wie Eppendorf diese Anforderungen bei der Entwicklung nachhaltiger Zentrifugen berücksichtigt, finden Sie auf der Seite „Nachhaltigkeit bei Eppendorf-Zentrifugen“.
Welche Zentrifuge passt zu Ihren Anwendungen?
Welche Lösung zu Ihrem Labor passt, hängt vom jeweiligen Workflow ab. Die folgenden Beispiele zeigen, wie sich das Portfolio an unterschiedliche Probenvolumina, Kapazitäten und Laboranforderungen anpassen lässt.
Mikrovolumen und hoher Durchsatz
Wenn Sie viele kleine Proben schnell, reproduzierbar und gekühlt verarbeiten, bietet die Centrifuge 5427 R eine geeignete Plattform. Je nach Rotor lassen sich verschiedene Gefäßformate und Anwendungen im Mikrovolumenbereich abbilden. Die hohe Rotorkapazität und das natürliche Kältemittel Propan ergänzen diesen Ansatz
Vielseitige Tischzentrifugation
Für die Zentrifugation unterschiedlicher Gefäße, Platten und Flaschen von 0,2 bis 750 ml bietet die neue Centrifuge 5811 R eine vielseitige Tischplattform. Das Rotor- und Adapterportfolio erleichtert den Wechsel zwischen verschiedenen Formaten und Anwendungen. Die Propan -basierte Kühlung und Energiesparfunktionen ergänzen diesen Ansatz.
Mehrzweck- und regulierte Workflows
Wenn mehrere Nutzerinnen und Nutzer mit verschiedenen Anwendungen arbeiten und Betriebsdaten nachvollziehbar bleiben müssen, unterstützt die SpinPro 6 R solche gemeinsam genutzten oder regulierten Workflows.CO2– basierte Kühlung, Rotorerkennung, Rotor-Lifetime-Management, User-Management und erweiterte Dokumentationsmöglichkeiten können dabei zu einem sichereren und besser planbaren Betrieb beitragen.
Highspeed und große Volumina
Für temperaturempfindliche Proben in größeren Volumina ist die SpinPro 8 R, vorgesehen, deren Markteinführung für Ende September 2026 geplant ist. Kapazitäten von bis zu 4 ××1,5 L oder 6 ××1 L, flexible Rotoren, CO2-basierte Kühlung und Dokumentationsfunktionen können dazu beitragen, mehrere Arbeitsschritte auf einem System zusammenzuführen.
Wir unterstützen Sie dabei, die passende Zentrifugenlösung für Ihren Workflow zu finden.
Weitere Informationen
Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Eppendorf SE
Entdecken Sie Zentrifugen von Eppendorf SE in unserem Online Shop.
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