Schüler entwickeln neues Trainingsgerät für Spieler von Werder Bremen

Philipp Spieker (10) und Lukas Strutz (9) von der Schule Schönebeck entwickelten zum diesjährigen Jugend forscht Regionalwettbewerb Bremen-Nord eine Passwand mit automatischem Zählwerk, mit dem Fußballspieler ihre Fehlpässe reduzieren können. Die Ergebnisse jeder Passübung zeichnen sie mit Hilfe einer selbst programmierten Software auf und dokumentieren somit individuelle Verbesserungen. Eine 20-köpfige Jury aus Forschung und Wirtschaft hat diese Arbeit sowie 35 weitere Projekte am 16. Februar 2015 bewertet.

Öffentliche Ausstellung der Projekte:
Dienstag, 17. Februar, 13 bis 15 Uhr
SFG-Gebäude der Universität Bremen
(Enrique-Schmidt-Str. 7, 2. Ebene, 28359 Bremen)

„Diese Erfindung wäre vielleicht für die Jugendsparte vom SV Werder Bremen interessant“, meint Katja Schulz, Patenbeauftragte und Projektleiterin des Bremer Regionalwettbewerbs Nord. „Aber auch sonst haben die Jungforscherinnen und Jungforscher wieder spannende Themen bearbeitet“, ergänzt Schulz.

So gingen Yunus Dikici (12) und Ruben Wiesner (11), beide von der Oberschule an der Egge, der Frage nach, aus welchem Material Knieschützer für Handballer sein müssen, um das Knie vor Stoßeinwirkungen ohne Einschränkungen in der Beweglichkeit zu schützen. Systematisch entwickelten sie einen Schleim mit optimalen Eigenschaften. Sie überzeugten nicht nur mit ihrer Idee, sondern auch mit einer systematischen Herleitung der optimalen Rezeptur. Mit ihrer Testreihe erarbeiteten sie reproduzierbare Ergebnisse.

Aber auch andere Projekte zeugen von Kreativität und Ehrgeiz der Schülerinnen und Schüler. Während Mario Jung (10) und Max Mordhorst (10) von der Schule Alt-Aumund für Briefkästen ein akustisches Alarmsystem konstruierten, das unnötige Gänge zum leeren Briefkasten erspart, verglich Paula Dewes (18) vom Hermann-Böse-Gymnasium die Wirkung von als antibakteriell gekennzeichneten Cremes mit der von einem Desinfektionsmittel und von Honig. Die fundierte Arbeit zeigt, dass die antibakterielle Wirkung von Honig teilweise sogar stärker sein kann, als die der getesteten Cremes.

Diese Teilnehmerin und Teilnehmer erhielten in der Siegerehrung vom diesjährigen Regionalwettbewerb Bremen-Nord ihre Siegerurkunden. Sie qualifizierten sich so mit weiteren Jungforscherinnen und Jungforscher für den Landeswettbewerb, der vom 18. bis 20. März 2015 im Musical Theater Bremen stattfindet und vom Landespatenunternehmen Airbus ausgerichtet wird.

Bei der Siegerehrung erfolgte zudem die Verabschiedung des Wettbewerbsleiters Horst Stolze. Der Schulleiter der Oberschule an der Lehmhorster Straße engagierte sich über 25 Jahre für Jugend forscht. Zunächst war er als Betreuungslehrer aktiv und übernahm 2008 die Leitung dieses Regionalwettbewerbs. Die Nachfolge tritt Claudius Leykauff an. Er ist Lehrer an der Gerhard-Rohlfs-Oberschule in Vegesack.

Insgesamt nahmen in diesem Jahr 75 Kinder und Jugendliche von Bremer Schulen mit 36 Projekten teil. Der „Jugend forscht Schulpreis“ ging in diesem Jahr an das Gymnasium Vegesack. Der „Sonderpreis für engagierte Talentförderer“ wurde an die Lehrerin Mara Weiß von der Schule Alt-Aumund vergeben.

Den Regionalwettbewerb Bremen-Nord organisieren in diesem Jahr erneut die Patenfirmen Technologiepark Uni Bremen e. V. und OMNILAB-LABORZENTRUM GmbH & Co. KG gemeinsam mit der ThyssenKrupp System Engineering GmbH, die neu als Patenunternehmen dabei ist. Unterstützt wird dieser Wettbewerb von der Universität Bremen, SAACKE, ESPABAU, dem Förderverein Bürgerstiftung Blumenthal e.V. und der Marahrens Group. Sonderpreise vergaben CTS Gruppen- und Studienreisen, Friederichs Stiftung, vector foiltec, DLR_School_Lab, druckarte, Deutsche Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung e. V. und Deutsche Bundesstiftung für Umwelt.

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