Spinnennetze wie Drahtseile

Bremen, 8. Februar 2013 – Spinnennetze sind ähnlich reißfest wie Stahl – diese Beobachtung haben Anna Balster (10 Jahre) und Diana Bassow (9) mit Berechnungen untermauert und ausführlich dokumentiert. Dafür sind sie heute mit einem 1. Preis im Fachbereich Biologie beim Wettbewerb "Jugend forscht" in der Altersparte "Schüler experimentieren" ausgezeichnet worden. Die regionale Ausscheidung für Bremen-Nord fand am Donnerstag, 7. Februar und Freitag, 8. Februar im Technologiepark Bremen statt. Die Sieger haben sich für den Landeswettbewerb qualifiziert.

Die Jury war von der Bandbreite der Arbeiten in beiden Altersgruppen beeindruckt. Während einige Kinder und Jugendliche sich mit feinen Beobachtungen und Analysen auf Details aus der Natur konzentrierten, machten sich andere an die Lösung großer gesellschaftlicher Probleme. Beispielsweise die umstrittene Vertiefung von Flüssen wie Elbe und Weser: Um riesigen Containerschiffen den Weg zu wichtigen Hafenstädten zu ermöglichen, fordern Wirtschaftsvertreter die weitere Vertiefung von Fahrrinnen, während Umweltschützer vor ökologischen Schäden und Gefahren für den Küstenschutz warnen. Eine innovative Lösung des Konflikts haben Oliver Bloch (14) und Juri Reimers (13) untersucht: Sie stellten fest, dass Schwimmhilfen die Schiffe leichter machen und somit ihren Tiefgang verringern würden. Ihren Berechnungen zufolge könnten fahrende Schwimmdocks voraussichtlich kompakt genug gebaut werden, um trotz des zusätzlichen Volumens ohne Flussvertiefung auszukommen. Für ihre Arbeit erhielten sie einen 1. Preis im Bereich Mathematik.

Auch Enno Gerhard, Niklas Mattheus und Cedric Schindler (alle 16) drehten gleich ein ganz großes Rad: Sie gewannen bei „Jugend forscht“ einen 1. Preis für die Simulation eines sogenannten „Smart Grids“. Dabei handelt es sich um intelligent vernetzte Produktions- und Verbrauchseinheiten von Strom. Durch die Schaffung solcher Netzwerke sollen die Schwankungen aus der Produktion von Ökostrom ausgeglichen werden, ohne auf Atomkraft oder Kohle zurückgreifen zu müssen. Die drei Jugendlichen programmierten die Computersimulation eines Smart Grids, das zu einer deutlichen Effizienzsteigerung bei der Stromproduktion führen würde.

Insgesamt nahmen mehr als 110 Schülerinnen und Schüler aus dem Bremer Norden an "Jugend forscht" und "Schüler experimentieren" teil. Die Prese wurden in den Kategorien Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik / Informatik, Physik und Technik vergeben.

Ermöglicht wurde der Regionalwettbewerb durch die Paten und Unterstützer Technologiepark Uni Bremen e.V., OMNILAB-LABORZENTRUM, Caramba Bremen, Universität Bremen, Saacke, Gleistein Ropes, Unternehmensverband Life Sciences Bremen e.V. und Cafe unique. Sonderpreise wurden vergeben von den Firmen CTS Gruppen- und Studienreisen, vector foiltec, druckarte sowie DLR_School_Lab.

Die komplette Siegerliste gibt es unter:
media.jufo-bremen.de/2013/01/PreisBreNord2013.pdf

Weitere Informationen: www.jugend-forscht.de

Kontakt und Bildmaterial:
Katja Schulz, Technologiepark Uni Bremen e.V., Tel. 0421 218-60338, schulz@technologiepark-uni-bremen.de
Eva-Maria Rieger, OMNILAB-LABORZENTRUM GmbH & Co. KG, Tel. 0421 17599-118, rieger@omnilab.de
Christian Schwarz, Caramba Bremen GmbH, Tel. 0421 38997-57, christian.schwarz@caramba.eu

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